Von Demokratiesimulanten und Ewiggestrigen

August 3, 2017Allgemein, Presseecho, Regionalpolitik, Stadtverband, SVV

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Mit Freude und einiger Verzückung haben wir Mitglieder des AfD-Stadtverbandes den Leserbrief des alten “Volksreporters“ Volker Link im OS vom 29.07.17 gelesen und uns z. T. köstlich über seine ewig gestrigen, verbitterten Ausführungen amüsiert. In früheren Zeiten hatte Herr Link die Leserschaft des OS fast wöchentlich mit seinen Hasstiraden ertränkt, bis es immer mehr Lesern zu viel wurde.

Nicht, dass es nicht genügend zu kritisieren gäbe im deutschen Einigungsprozess und nicht wenige Menschen auch Nachteile hinnehmen mussten. Auch die Übernahme Mitteldeutschlands in die Bundesrepublik alter Prägung hatte partiell durchaus Mafiosi-Strukturen, an denen erstaunlicher Weise aber besonders viele Alt-SEDisten und sonstige Diener des DDR-Regimes federführend an vorderster Front beteiligt waren.

Es ist wohl ein einmaliger Vorgang in der Geschichte, wie schnell die zahlreichen sozialistischen Handlanger ihre exponierten Positionen für ihren eigenen Vorteil nutzten und so von “überzeugten Klassenkämpfern“  des Sozialismus zu Egomanie-Fetischisten mutierten. Dabei rekrutierten sich diese neuen Wildwest- Kapitalisten aus allen Blockparteien und vor allem aus der “Partei der Arbeiterklasse“, der SED-PDS unter der Leitung von äußerst fragwürdigen und meist drittklassigen “Aufbauhelfern“ aus dem Westen.

Einer der gravierendsten Fehler hierbei war die Unfähigkeit und Unwilligkeit des sog. Rechtsstaates, die diktatorischen Elemente aufzuarbeiten und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. So konnten sie ruhig wieder neue Entscheidungspositionen besetzen und ihr Unheil unter anderen Gegebenheiten fortsetzen. Die SED/PDS spielte hierbei noch eine ganz besondere Rolle, da sie beinahe die gesamte ehemalige DDR als ihr Parteieigentum betrachtete. Die zahlreichen jahrelangen Rechtsstreitigkeiten um Immobilien und Vermögen sind vielen noch in Erinnerung.

Zur eigentlichen Debatte um die Ehrung Helmut Kohls im Straßenbild unserer Stadt ist zu sagen, dass Dr. Helmut Kohl  in keiner Weise ein Mensch und Politiker ohne Fehler und Schwächen war. Doch Kohl hatte, ganz im Gegensatz zur heutigen Politikergarde der etablierten Parteien, klare Werte und Überzeugungen.

Als die SPD sich mit einem “gemeinsamen Positionspapier“ den verknöcherten SED-Genossen andiente und Herr Junghanns noch den “Antifaschistischen Schutzwall“ verteidigte, hielt er unbeirrt und gegen jede Kritik an der Vision einer deutschen Einheit fest. Schnell erkannte er mit Willy Brand die Zeichen der Zeit und ebnete den Weg zur Einheit.

Nach der formalen Verwirklichung dieses deutschen Traumes blieb Kohl unserer Stadt weiterhin verbunden. Er setzte sich für die Europa-Uni ebenso ein, wie für die Bemühungen, Frankfurt zu einer Symbolstadt der Aussöhnung mit Polen zu etablieren. Seine 16-jährige Kanzlerschaft verteidigte er in demokratischen Wahlen und nicht in rot-feudalistischen Machtstrukturen.

Im Gegensatz zu manch anderen Namensgebern von Straßen und Plätzen in unserer Stadt verdient es dieser Politiker, wie auch zahlreiche weitere der deutschen Geschichte, im Stadtbild geehrt zu werden. (is)

Mitglieder Ihres AfD-Stadtverbandes Frankfurt (Oder)

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