Die Glücksfälle des Ministerpräsidenten Woidke

Juni 21, 2016Allgemein, Asyl, Bundespolitik, Flüchtlingspolitik, Landespolitik, Regionalpolitik

…  oder die Chancen für Deutschland?

Wenn wir an Glück denken, fällt uns ein Millionengewinn ein. Oder wir sind glücklich, wenn uns seit langem gut bekannte Menschen besuchen. Menschen, die wir lieben, die wir mögen, mit denen wir Interessen teilen, mit denen wir gerne zusammen sind, die wir willkommen heißen.

Dieses Glück meint Herr Woidke leider nicht. Er meint die Millionen Menschen, die aus verschiedenen Gründen in den letzten Jahren der Einladung offener Grenzen gefolgt sind und sich in Deutschland niederlassen wollen. Er meint die „Flüchtlinge“.

„ Für das Jahr 2015 wurden mit der Easy-Datenbank des BAMF 1.092.000 Neuzugänge an Asylbewerbern registriert,… Eine unbekannte Zahl nicht registrierter Einwanderer kommt hinzu.“1) 2015 wurden von den registrierten Neuzugängen 481.899 Erstanträge gestellt, 2014 waren es 173.072 Anträge. Dies entspricht einer Steigerung von 2014 zu 2015 um 155,3%!

2016 wurden bis April 240.126 Erstanträge gestellt. Das entspricht einem Anstieg der Antragszahlen um 138,3% zu 2015!2) Der Leser kann also „erfreut“ feststellen, dass die Zahl der uns „bereichernden Glücksfälle“ zugenommen hat und zwar beträchtlich. Auch wenn in den Medien der Eindruck erweckt wird, es kommen leider doch nicht so viele. Aber unsere Hoffnung ist ja gestiegen, seit unsere Angela Merkel bekräftigt hat, an ihrer Politik der offenen Grenzen (Was ist ein Staat ohne Grenzen?) nicht zu rütteln, auch wenn die „Flüchtlings-“ zahlen ansteigen sollten.

Wer an Lotto denkt, fragt nach dem Gewinn, der für den Zahler immer ein Verlust ist. Leider bestätigt der renommierte Wirtschaftswissenschaftler Prof. Hans Werner Sinn gegenüber der FAZ die Glücksfalltheorie des Herrn Woidke zumindest in Bezug auf die finanzielle Seite der Immigration nicht. Das Ifo-Institut stellte fest, dass jeder Immigrant 1.800,-EUR/Jahr Netto-Kosten verursacht.3) Jeder Flüchtling könnte insgesamt über 450.000 Euro kosten. Prof. Sinn beruft sich auf Berechnungen des Freiburger Finanzwissenschaftlers Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen. Dieser geht davon aus, dass jeder Flüchtling den deutschen Staat etwa 450.000 Euro kostet. Dabei hält der ehemalige Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung (ifo) diese Zahl sogar noch für zu niedrig.7)

Diese Kosten müssen aber nicht durch die „wilkommensfreudigen“ Politiker und ihre roten, linken, grünen und gutgläubig-naiven „Eleven“ erwirtschaftet werden. Auch nicht durch die vielen der „Asylindustrie“ verbundenen Dienstleister, Anwälte, Vereine etc.. Im Gegenteil! Sie leben gut davon.

Die Glücksfall- oder Chancentheorie wird noch unverständlicher, wenn wir uns die Einschätzungen des Finanzministers der BRD (92 Mrd. EUR in 5 Jahren) und des Finanzministers von Berlin (über 100 Mrd. in 5 Jahren) zu den Kosten für die zugewanderten Immigranten ansehen.4) Diese Einschätzungen gehen aber nur(!) von der 1 Mio. in 2015 eingewanderten Fremden aus (besser 1,3 Mio. und mehr, da leider niemand in diesem Merkel-Chaos der „offenen Grenzen“ die genaue Zahl kennt). Jeder, der eins und eins zusammenzählen kann, wird erkennen müssen, dass diese Migranten für unser Deutschland kein Lottogewinn sind.

Tagtäglich wird der deutschen Bevölkerung durch die Medien einsuggeriert, dass es die Politik ist, die das Geld erwirtschaftet … nein, sie habe das Geld. Und es ginge ja nicht nur um das Geld. Wir müssten ja helfen und wir bräuchten die vor allem vielen muslimischen jungen Männer, da wir Deutsche immer weniger und immer älter werden. Schließlich wären diese muslimischen jungen Männer gebildete und hoch motivierte Facharbeiter. An der Stelle könnten sich dem kritischen Leser unweigerlich folgende Fragen aufdrängen: Warum ist die deutsche Regierung nicht willens und in der Lage, eine kinder- / familienfreundliche Politik zugunsten der eigenen Bevölkerung zu betreiben, um so dem Demografieproblem Herr zu werden? Und könnten eigentlich temporär weniger Deutsche auf unserem Staatsgebiet gut arbeiten und leben?

Prof. Gunnar Heinsohn hält den Nachzug von 2-3 (Syrien) und 3-5 (Afrika) Familienmitgliedern je Immigrant für möglich.4) Besonders die grünen, linken und roten politischen Kräfte setzen sich sehr für den Familiennachzug ein.

Warum? Man könnte auf böse Gedanken kommen, die durch öffentlich gezeigte Parolen wie z.B. „We love Volkstod“ oder „Liebe Ausländer, laßt uns mit den Deutschen nicht allein“, aber auch durch Aussagen grüner, linker, roter Politiker in der Vergangenheit und Gegenwart gestützt werden. Dies gipfelt dann in öffentlichen Forderungen von sog. „Aktivistinnen“, Dresden und die deutsche Zivilbevölkerung – etwa Frauen und Kinder – noch einmal zu zerbomben: „Bomber Harris do it again“

Nun sind 72% der Immigranten kräftige und keinesfalls hungernde junge Männer. 80-90% aller Zugewanderten sind Muslime, also einer uns nicht gerade nahestehenden und vertrauten Religion. Prof. Heinsohn stellte die berechtigte Frage, wer die immensen Lebenshaltungskosten erwirtschaften und bezahlen soll. Sein Fazit ist, ohne jede qualifizierende Wertung, dass wir in 20-30 Jahren ein völlig verändertes Deutschland haben werden. Quasi ein islamisches Deutschland ohne nennenswerte Leistungsfähigkeit und Wirtschaftskraft. Wollen wir das? Die AfD sagt ganz entschieden: Nein!

Aber zum Glück haben wir ja noch Ministerpräsident Woidke, der nicht müde wird zu beteuern, wie viele Immigranten doch hoch gebildet sind und arbeiten können und wollen. Und wenn es die Presse bestätigt, na dann wird es wohl doch stimmen, oder?

Der Realist indes weiß: Es stimmt eben nicht!

Die Analysen von Herwig Birg5) sprechen eine andere Sprache. Immigranten und Personen mit Migrationshintergrund haben einen wesentlich niedrigeren schulischen und beruflichen Ausbildungsstand als vergleichbare Deutsche. Wobei die Türken am schlechtesten abschneiden.

 ohne Schulabschlussohne Berufsabschluss
m/wm/w
Migrationshintergrund8% / 10,3%36,8% / 29,7%
Deutsche1,45% / 1,3%12,3% / 23,1%
Türken17,4%48,2%
Afrikaner25,9%58,6%

Auch im Arbeitsmarkt sind die Immigranten und Menschen mit Migrationshintergrund wesentlich schlechter integriert als Deutsche.

35-40 Jahre (integriert)mw
Deutsche89,3%68,8%
Migranten78,1%50,4%
Türken44,7%21,7%

Dieser Sachverhalt bewirkt, dass Immigranten und Menschen mit Migrationshintergrund, insbesondere die türkische Bevölkerung (und weit mehr als Deutsche) dauerhaft Arbeitslosengeld bzw. Hartz 4-Leistungen beziehen. Als einen der wichtigsten Indikatoren für die Integration in die eingewanderte Gesellschaft kann man interkulturelle Ehe- und Lebensgemeinschaften ansehen. Frau (Türkin) heiratet Mann (Deutscher) und umgekehrt. Aber auch hier läßt sich die Glücksfalltheorie keinesfalls bestätigen.

Für die Wirtschaft prognostiziert Herwig Birg qualitative Verschlechterungen in vielen Bereichen, die zur Verringerung des Volkseinkommens und des allgemeinen Wohlstandes führen werden. Ähnliche Einschätzungen kann man bei vielen Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlern bestätigt finden. „Der in Deutschland drohende Kulturabbruch durch die Einwanderung bildungsferner Bevölkerungsgruppen ist im Gegensatz zu einem wirtschaftlichen Rückschlag ein für Generationen irreversibler Vorgang.“5) S.125

Mit der Entwicklung der Anzahl der Glücksfälle beschäftigt sich auch Thilo Sarrazin in seinem Buch „Wunschdenken“. Hochrechnungen mit den fantastischen Möglichkeiten von 1 Mio. „Flüchtlingen“ pro Jahr, die manche Politiker für machbar halten – nicht jedoch Frau Merkel, die ja gar keine Grenzen setzt – würden bis 2040 zu 89(!) Mio. in der Flüchtlingsbevölkerung führen. Das würde unsere Kultur und das Überleben unserer deutschen Gesellschaft deutlich in Frage stellen.6)

Wenn man, um der Glückstheorie gerecht zu werden, die kulturelle Vielfalt, Buntheit der überwiegend islamischen Zuwanderung betrachtet, so habe ich persönlich meine Bedenken. Ich finde stolze, freie und sich ästhetisch darstellen dürfende europäische Frauen schön. Die Dogmen eines jeden Glaubens lehne ich ab. Das Schächten von Tieren sowieso. Und das Allah der einzige Gott sei, an den Menschen glauben dürfen? Ich will nicht, dass der Muezzin diese „Weisheit“ 5 mal am Tag vom Minarett in unserem Deutschland verkündet. Auch unter dem geistig-kulturellen Aspekt fällt es mir schwer, die Massenimmigration aus Kulturen, die Aufklärung und Reformation noch vor sich und der Menschheit weniger als eine Handvoll Nobelpreisträger geschenkt haben, als Glücksfall, Bereicherung, Chance usw. zu empfinden.

Aber vielleicht habe ich die Erkenntnis des „Evolutionsbiologen“ Schäuble bloß nicht ausreichend berücksichtigt, dass die Massenzuwanderung von überwiegend muslimischen Menschen aus weniger entwickelten Ländern Afrikas und des nahen Ostens verhindert, dass wir Europäer durch Inzucht zunehmend verblöden!?

Dr. Gerhard Heyder
AfD-Stadtverband Frankfurt (Oder)

 

Quellennachweise:
1) Thilo Sarrazin:“Wunschdenken“, Deutsche Verlags Anstalt, 1. Auflage 2016, S.208
2) BAMF, Asylgeschäftsstatisik, Stand April 2016
3) Frankfurter Allgemeine, Wirtschaft, 17.06.2016
4) MDR, Interview mit Prof. Gunnar Heimsohn, 2016
5) Herwig Birg:“Die Alternde Republik und das Versagen der Politik“, LIT Verlag Dr. W. Hopf, Berlin 2015
6) s.1), S.214/215
7) news.de, 03.03.2016
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