Vermeintliche Wertefundamente der CDU


Auf der letzten Stadtverordnetenversammlung am 30. Juni sorgte eine simple Anfrage der AfD-Fraktion zum bevorstehenden Stadtfest „Bunter Hering“ offenbar bei Teilen der Rathausspitze um den OB René Wilke und seinem Beigeordneten Claus Junghanns für nervös-aggressive Verunsicherung.
Herr Junghanns drang darauf, die Beantwortung unserer Anfrage unbedingt kommentieren zu wollen. Seine Aufgabe ist es zwar absolut nicht, Anfragen der frei gewählten Stadtverordneten zu kommentieren, aber bei der AfD können sich der ach so „gesprächsbereite“ OB und sein Gefolge natürlich nicht die Gelegenheit nehmen lassen, mal wieder das zu tun, was sie der AfD gern unterstellen– hetzen!


Herr Junghanns erklärte, dass ihn die Anfrage „betroffen gemacht…“ habe. Dabei ging es lediglich u.a. um eine Erklärung zur Absage des traditionellen Feuerwerks und der Kanonenschüsse in Spielszenen der Stadtgeschichte, welche mit vermeintlicher Rücksichtnahme auf die Ukraineflüchtlinge abgesagt wurden. Der Beigeordnete Junghanns unterstellte mal eben, dass die AfD den „Versuch“ unternimmt, „solche Maßnahmen …gegenüber aufgenommenen Zuwanderern zu diskreditieren.“ Er begründete seine Unterstellung damit, dass „das Fundament an Werten der AfD ´meilenweit` von dem entfernt sei, auf dem er stehe und auf dem auch die Idee der Europäischen Doppelstadt fuße.“


Nun erstens verliert Junghanns kein einziges Wort darüber, dass unsere polnischen Nachbarn größtenteils ein ganz anderes Verhältnis zu Zuwanderung pflegen und zweitens sind bei ihm Kriegsflüchtlinge unisono „Zuwanderer“. Als Historiker sollte er den gravierenden Unterschied eigentlich kennen!


Viel schwerer wiegt aber der Verweis auf das „Fundament an Werten“, auf das sich Herr Junghanns beruft. Als CDU-Mitglied und -Kader hat er mit seiner Partei erst im letzten Jahr hervorragend demonstriert, auf welch menschenverachtenden „ Werten“ seine Partei CDU offenbar fußt. Als bei der Flutkatastrophe im Juli 2021 mit 134 Todesopfern sich der CDU-Kanzlerkandidat und damalige NRW-Ministerpräsident Laschet mit seinen Kollegen schlapp und Laschet sich selbst bei laufender Kamera politisch zu Tode lachte, wurde dieses „Fundament“ ebenso deutlich, wie bei der schäbigen Posse der Heimkehr unserer Bundeswehrsoldaten nach dem überstürzten Abzug aus Afghanistan.


59 tote Soldaten und ein unter schwierigen Bedingungen operierendes Kontingent waren es nicht wert, angemessen in der Heimat begrüßt und ihnen gedankt zu werden. Erst massenweise Proteste ließen die Verantwortlichen handeln.
Wie schäbig!

Aber schäbiger kann die CDU natürlich erst recht. Die sogenannte „Maskenaffäre“ mehrerer Bundes- und Landtagsabgeordneter der CDU/CSU, in der in einer Notsituation mit dringendsten medizinischen Bedürfnissen weiter Bevölkerungsteile skrupellos Profit von Besserverdienern gemacht wurde, ist ein glänzender Beleg.


Angereichert wird diese moralische Verkommenheit noch mit dem Verhalten des Ex-Ministers Jens Spahn, der nicht nur massiv bei der Impfstoffabrechnung mit den Apotheken versagte, sondern gleich den deutschen Boris Johnson gab. Nach dem er ausgiebig öffentlich zu den Notwendigkeiten der Corona-Maßnahmen lamentierte, fuhr er umgehend in sein Wahlkreis und feierte völlig ausgelassen eine Spendenparty für sich unter Missachtung sämtlicher Vorschriften. Die Kosten der Ansteckungsfolgen darf vermutlich der dumme Wähler tragen.


Doch auch der Frankfurter CDUler Michael Möckel unterstellt gern der AfD eine angebliche Nähe zu autokratischen und totalitären Regimen. Das ist insofern interessant, da die von ihm geschätzte Ex-Kanzlerin trotz massiver Kritik bis zuletzt an Nord Stream 2 festhielt. Und zur neuen „Freundschaft“ des Herrn Habeck zum Regime in Katar als Energielieferanten, haben CDU-Vertreter offenbar auch nichts zu sagen.


Nein Herr Claus Junghanns, mit Ihrem „Fundament“ von „Werten“ wollen wir absolut nichts zu tun haben. Da sind wir sowas von überglücklich, dass wir „meilenweit“ davon entfernt sind!


Und die neuerliche „christliche“ Waffenliefereuphorie ist mehr als befremdlich. Öl ins Feuer des Krieges zu gießen, schämen sie sich!


Zuletzt noch einige Worte zur „Europäischen Doppelstadt“: Die Begeisterung hierfür war allen anderen Fraktionen, die einen Ausschussvorsitz hätten übernehmen können, klar anzusehen, als sie den Gemeinsamen Ausschuss mit Slubice wie Gift mieden. Einzig die AfD erklärte sich bereit, den Vorsitz zu übernehmen. Ja, Herr Junghanns, Verlogenheit auf der ganzen Linie, offensichtlich inzwischen das Credo ihrer CDU!


Abschließend lässt sich zum CDU- „Fundament“ nur sagen: „Das ist Dreck. Das muss weg!“, wie es einst Wolf Biermann titelte. Dem ist nichts hinzuzufügen.

kommende Termine

  • 22.09.2022 | ab 12 Uhr | Infostand der AfD in Frankfurt (Oder) Innenstadt - Nähe Oderturm | Gesprächspartner Dr. Daniela Oeynhausen, MdL und Wilko Möller, MdL