René Wilke-das Beste für Frankfurt?

Oktober 18, 2017Allgemein, Fraktion, Regionalpolitik, Stadtverband, SVV|

Lesedauer: 3 Minuten

Nun ist die Katze also aus dem Sack. Nach der vereinten Rathausspitze vom gegenwärtigen Amtsinhaber Dr. Martin Wilke und seinen zwei noch verbliebenen Beigeordneten Markus Derling und Jens-Marcel Ullrich, die sich allesamt als Kandidaten für die Wahl zum Oberbürgermeister unserer Stadt aufstellen ließen, wirft nun auch René Wilke seinen Hut in den Ring.

Wie gewöhnlich verbindet diese vermeintliche Koryphäe seine nicht wirklich überraschende Ankündigung mit einer ausufernden Glorifizierung der eigenen sogenannten “Verdienste“, welche er auf Kommunal- und Landesebene “erkämpft“ haben will. Dabei versteigt er sich in seiner Hybris schon mal dazu, allen Amtsvorgängern „… seit 1990 Gestaltungswillen und Erfolge bei der Stadtentwicklung abzusprechen …“ und die von ihnen erzielten „… sichtbare(n) Fortschritte zu ignorieren, …“, wie es der amtierende OB Dr. Wilke formulierte.

Dass eigentlich eine dritte Beigeordnete den Reigen der Bewerber auffüllen könnte, wird von René Wilke verschwiegen. Bei dieser Amtsperson handelt es sich um Frau Dr. C. Possardt (Link), die von den Linken nominiert und durchgesetzt wurde. Die Landesregierung drückte dann Frau Dr. Possardt auch noch als Bürgermeisterin durch. Kurze Zeit später musste diese “Spitzenkraft“ der Linken wegen Inkompetenz ihre Ämter aufgeben, natürlich nur mit einer saftigen “Ausgleichszahlung“ durch unsere Stadt und Versetzung in eine sichere Position außerhalb Frankfurts. Damit hat die Linke der Stadt ein richtiges Kuckucksei ins Nest gelegt, denn neben mehr als 140.000 Euro fürs Nichtstun, konnte diese Stelle auch nicht neu besetzt werden. Die anfallende Arbeit muss, nach wie vor, von anderen mit erledigt werden, die dafür zusätzlich zu entlohnen sind.

René Wilke spricht von seinen „Erfolgen“ für unsere Stadt, die natürlich nur zustande kamen „… weil ich (Anmerkung der AfD: René Wilke) im Landtag jede Woche dafür gekämpft habe.“

Dass es gerade die von der rot-dunkelroten Landesregierung jahrelang betriebene Unterfinanzierung der Kommunen im Lande war, die diese in eine finanzielle Notlage brachten und der Wahlslogan “100% sozial“ mit der Streichung der Zuschüsse für freie Schulen, der rechtswidrigen Erhebung der “Altanschließergebühren“ und der Erpressung der bedürftigen Kommunen mit der Forderung nach der maximalen Einnahmen-Erzwingung von den Bürgern, bevor Hilfszuwendungen durch das Land ergehen, vollends als Farce entlarvt wird, verschweigt René Wilke selbstredend.

René Wilke (Die Linke) will Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder) werden

Besonders Letzteres zeigt verheerende Auswirkungen für unsere wirtschaftlich gebeutete Stadt. So hat Frankfurt nicht nur den mittlerweile höchsten Gewerbesteuerhebesatz im Lande, sondern auch die Grundsteuer soll zum 1. Januar 2018 mit einem weiteren Zuschlag belegt werden. Frankfurt wird dadurch doppelt durch die rot-dunkelrote Regierung in Potsdam drangsaliert. Investoren suchen sich andere Standorte aus (Link) und selbst Familien, die bauen und sich damit dauerhaft ansiedeln wollen, werden verprellt. Und dafür “kämpft“ also Herr René Wilke „… im Landtag jede Woche …“.

Anders gesagt: In Potsdam wird das Feld bestellt, damit René Wilke sich in Frankfurt als “Kämpfer“ und Streiter für die Bürger aufspielen kann. Und Wilke bedankt sich dann mit der “vornehmen“ Enthaltung bei der heftig umstrittenen Abstimmung zur Kreisgebietsreform im Landtag. Sieht so ein OB-Kandidat mit Rückgrat aus? Wir meinen: Mitnichten!

Doch Wilke will sich für angebliche Verbesserungen feiern lassen, die entweder selbstverständlich sein müssten bzw. in ihrem Sinngehalt äußerst fragwürdig sind (Landesmuseum für moderne Kunst). Und die von ihm immer wieder ins Spiel gebrachte mögliche Entschuldung der Stadt (nur bei Zustimmung zur Kreisgebietsreform!) sowie der Zuschuss des Landes zur Anschaffung neuer Straßenbahnen von ca. 2 Mio. Euro sind vor dem Hintergrund der Gesamtsummen absolut lächerlich.

Aber die wohl schlimmste Verballhornung der Wähler ist seine Forderung nach einem neuen Stil in der Stadtpolitik. Wenn René Wilke schreibt: „Wir brauchen an der Spitze … einen Kulturwechsel, …“, sollte er auch präzisieren, was er damit meint! Etwa die Praxis, dass sein Adlatus Willi Wallroth unliebsamen Sympathisanten der AfD gerne via E-Mails (liegen uns vor) schreibt, um sie einzuschüchtern und anschließend ihnen noch seine verkorkste Rechtsauffassung aufzuzwingen?

Wie dem auch sei: Unter allen (bisherigen) Bewerbern erscheint René Wilke der denkbar Schlechteste! Er reiht sich damit nahtlos in die Riege seiner “Vorgängerkandidaten” von Gerlinde Stobrawa und Axel Händtschke bis Stefan Ludwig ein. Alle sind beim Wähler durch ihre zweifelhaften Vergangenheiten (Stasi-Verstrickung) oder fragwürdigen Amtsführungen verdient durchgefallen.

Belassen wir also René Wilke ruhig in seiner jetzigen Position! Mehr Unsinn kann er da wohl kaum noch anstellen. Dass diese politische “Aufbruch“-Lachnummer sich ausgerechnet im Kabarettkeller von seiner Entourage beweihräuchern und “inthronisieren“ ließ, macht seine Kandidatur vollends zur Realsatire! (is)

Ihr AfD-Stadtverband Frankfurt (Oder)

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