AfD besucht BMW-Distributionszentrum in Słubice

Oktober 15, 2017Allgemein, Bundespolitik, Fraktion, Landespolitik, Regionalpolitik, Stadtverband|

Letzte Woche besuchte die AfD Frankfurt (Oder) (und fraktionsübergreifende Stadtverordnete) das Distributionszentrum der BMW AG im polnischen Słubice. Die Besucherzahl wurde von BMW auf 5 Personen begrenzt. Das Fotografieren und Pressebegleitung waren im Vorfeld untersagt worden. Obwohl das Interesse sehr groß war, mussten wir uns auf Andreas Suchanow, Roland Andres, Wilko Möller, AfD-Landtagsabgeordneten Sven Schröder und Tilo Winkler (SPD) beschränken.

Der Besuch war nach einem längeren Schriftverkehr zwischen der BMW AG, Abteilung Logistik und Netzwerkplanung München und der AfD Frankfurt (Oder) möglich geworden.

Hintergrund war ein Bericht der MOZ vom 20. Juni 2017, dass BMW in Słubice ein neues Distributionszentrum baut, um logistisch im wesentlichen Osteuropa mit Ersatzteilen zu versorgen. Wir als AfD stellten uns die Frage, warum Słubice den Zuschlag erhält und Frankfurt (Oder) leer ausgeht, obwohl BMW ein deutsches Unternehmen ist. Die anderen Parteien scheinen sich für den Wirtschaftsstandort Frankfurt (Oder) nicht sonderlich zu interessieren. Auch die MOZ stellte dazu keine kritischen Fragen. Somit nahmen wir uns als AfD-Fraktion dieser Angelegenheit an und begannen mit einem Besuch letzte Woche.

Die Daten sind beeindruckend. Etwa 60 Mitarbeiter bearbeiten ca. 2,4 Mio. Bestellungen mit 185 Mio. Euro Umsatz jährlich. Vom kompletten Motorrad, Abgasanlage, Airbags – alles, was zu einem BWM gehört – wird dort als Ersatzteil (60.000 verschiedene Teile) umgesetzt. Auf 18 LKW-Laderampen werden unter der Adresse: Słubice Locatio, ul. Osiedle Przemysłowe 7, 69 – 100 Słubice, Poland, derzeit 15.000 qm bewirtschaftet. Stolz verkündeten unsere Betreuer Alois Hauser und Thorsten Balzereit (Betrieb Logistiknetzwerk Nord-Ost Europa), die extra aus Berlin anreisten, um uns die Anlage zu zeigen, dass sie in der Nähe (Schwetig/Swiecko – Nähe Autobahn) das neue Logistikzentrum mit 30.000 qm bauen, um den gewachsenen Anforderungen gerecht zu werden.

Die Polen zeigen, wie’s geht.

Die moderne Logistik basiert auf einem schnellen Internet. So ist das Gewerbegebiet vollständig mit Glasfaserkabel erschlossen. Sven Schröder dazu: “Das Unternehmen hat ein Luxusproblem. Wie der Chef des Logistikzentrums erklärte, hätte man ein echtes Problem damit, dass des öfteren das Glaserfaserkabel durch Tiefbauarbeiten im Gewerbegebiet durchtrennt wird.” Dieses Problem haben die Unternehmen in Brandenburg nicht, denn die haben kein flächendeckendes Glasfasernetz.

Wir stellen die Frage, ob das Vorantreiben des Ausbaus von Glasfaser-Netztechnik nicht besser gewesen wäre, als Millionen Euro in einen sinnlosen KV-Terminal zu verpulvern? Wir bleiben an diesem Thema weiter dran. (wm)

Ihre AfD Frankfurt (Oder)

 

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